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Home -- German -- 09. Comparisons -- 4.04 Second Commandment: Do Not Make Idols
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09. VERGLEICHE ZWISCHEN CHRISTENHEIT UND ISLAM
Vergleiche 4 - Die Zehn Gebote

4.04 - Das zweite Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen



Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. (2. Mose 20,4-6)

Das zweite Gebot ist inhaltlich die Weiterführung und Vertiefung des ersten. Deshalb wird es in manchen Ordnungen als der 2. Teil des ersten Gebotes angesehen. Manche Ausleger nennen dieses Gebot das schwierigste aller Gebote, weil es oft falsch verstanden wird.


4.04.1 - Der Vorwurf gegen christliche Bilder

Muslime und Juden klagen bei diesem Gebot die Christen aufs neue an: Ihr verstoßt gegen das Grundgebot Gottes, weil ihr Bilder von ihm zeichnet und den Erhabenen mit irdischem Verständnis darstellt! Auch zwischen den christlichen Konfessionen gab es immer wieder heftige Auseinandersetzungen um die rechte Auslegung dieses Gebots. Bilderstürmer der einen Kirche zerstörten und verbrannten, was den anderen heilig war.

Gewiß, Gott und alles in der unsichtbaren Welt kann nicht gemalt werden. Jede Darstellung seiner Herrlichkeit ist eine Verniedlichung, Verzerrung oder gar Lästerung seiner Majestät. Engelbilder, Heiligenstatuen oder Gott-Vater-Bilder sind oft elender Kitsch. Gott ist herrlicher, gewaltiger, heiliger, erhabener, stärker und völlig anders, als daß ihn ein Mensch je malen könnte. Auch die Bilder eines Michelangelo sind davon nicht ausgenommen.

In der Bibel finden wir jedoch zwei verschiedene Wege, auf denen sich Gott offenbart. Einmal durchs Wort ins Ohr für das Denken des Hörenden und dann durch die Vision für die bildhafte Schau des Sehenden. Im Alten Testament hat sich Gott überwiegend durch sein Wort geoffenbart und relativ wenig durch Erscheinungen. Aber der Barmherzige hat das Wort nicht als einziges Mittel der Offenbarung benützt, sondern auch das Bild, die Vision und die Schau für visuell Begabte in endlicher Faßlichkeit gestiftet.

Wo immer der Höchste seinen Boten in seiner Herrlichkeit erschien, fielen sie wie tot zu Boden, denn die Heiligkeit Gottes richtet die Unheiligkeit des Menschen. Den Empfängern solcher Erscheinungen reichte das Vokabular nicht aus, um ihre Eindrücke wiederzugeben. Sie konnten die höhere Wirklichkeit des Geschauten nur durch Vergleiche wiedergeben.


4.04.2 - Der Kampf gegen die Anbetung von Bildern und Statuen

Wer über das zweite Gebot nachdenkt, merkt, daß es nicht allein die Darstellung Gottes verbietet, sondern vor allem jede Form von Götzendienst. Wer neben Gott andere Götter, Figuren, Statuen, Schnitzereien, Götzenbilder und Gravierungen verehrt oder anbetet, fällt unter Gottes Zorn.

In der Zeit des Alten Testaments waren besonders auf den Bergen im Nahen Osten überlebensgroße Statuen zur gemeinsamen Anbetung aufgestellt worden. Außerdem fanden sich in den Häusern kunstvoll angefertigte Götzen aus Holz, Stein, Silber oder Gold. Das ganze Leben stand unter dem Einfluß dieser selbst angefertigten Ersatz-Götter. Dies brachte eine Geister- und Dämonenfurcht mit sich und machte Wahrsager und Zauberer nötig, weil die stummen, toten Götzen nicht reden konnten. Wo der Mensch den wahren und alleinigen Gott nicht kennt oder ihm die Tür weist, drängen sich die Ersatz-Götter zu den Seitentüren herein und überfallen ihn. Wehrlos ist er ihnen ausgeliefert. Rauschende Feste mit ausschweifenden Orgien wurden bis zur Zeitenwende in Griechenland und bei den Römern gefeiert. Mose und die Propheten des Alten Bundes führten einen erbarmungslosen Kampf gegen die Götzen der Ureinwohner und gegen die Götterbilder der Königsfrauen, die aus den benachbarten Ländern ihre ererbten Götzenkulte mitbrachten. In den Museen von Kairo und Bagdad kann man heute jene tonnenschweren Statuen besichtigen, welche die Propheten einst verflucht hatten. Sie werden von einem Heer von Touristen bewundert und fotografiert. Die Treppen der Akropolis und die Stufen der Königsgräber in Luxor werden heute von den Schuhen europäischer und amerikanischer Besucher mehr abgenutzt als einst von den Füßen der alten Griechen und Ägypter. Der Versuch, das Ewige sichtbar zu machen, zieht die Menschen stärker an als eine bloße Verkündigung des Wortes. Der Mensch will sehen. Mit dem Unsichtbaren, dem Ungreifbaren, kann er wenig anfangen. Deshalb stellt das Fernsehen eine besondere Herausforderung an das zweite Gebot dar.


4.04.3 - Das Bilderverbot bei Juden und Muslimen

Bei den semitischen Völkern, bei Arabern und Juden, haben heute das Fernsehen, Video-Filme und Illustrierte einen Siegeszug angetreten. 1350 Jahre lang hatte im islamischen Raum das Bilderverbot geherrscht und eine eigenartige Kunstform, die Arabeske, hervorgebracht. Man findet sie im gesamten Kulturbereich des Islams, in den Moscheen Chinas wie in den Palästen Marokkos, bei den Muslimen in der Sowjetunion wie auch in Südafrika. Die abstrakte Darstellung von Blumen und Gärten, die Kunst der geometrischen Formen auf Papier, in Holz, Metall und Stein geritzt, spiegeln den Einfluß des zweiten Gebots auf die Muslime wider. Besonders der orientalische Teppich, der einen in sich abgegrenzten Paradiesgarten darstellt, hat alle Länder der Welt erobert. Der Zusammenprall von modernem Leben und islamischem Verständnis hat jedoch in Saudi-Arabien groteske Blüten hervorgebracht. An Fußgängerübergängen kann man bisweilen Verkehrstafeln sehen, auf denen die Gestalt eines Fußgängers ohne Kopf abgebildet ist, da sein Bild nicht dargestellt werden darf.

Muslime in Persien, Indien oder in der Türkei mit ihrem nichtsemitischen Empfinden und Denken haben sich dagegen nicht strikt an das Bilderverbot des Qur’ans gehalten und Mohammed und den Engel Gabriel figürlich dargestellt, was bei Arabern bis heute noch verboten ist. Als ein islamisches Land in den letzten Jahren das Leben Mohammeds verfilmte, wurde seine Person nie dargestellt. Alles wurde so gefilmt, als ob Mohammed es mit seinen eigenen Augen gesehen und mit seiner Stimme gesprochen hätte. Er selbst aber erschien nie. Christliche Filme und Bücher, für die arabische Welt geplant, sollten bei der Darstellung der Boten Gottes eine große Zurückhaltung an den Tag legen.

Die Juden haben das zweite Gebot so verstanden, daß weder Götzen noch Gott selbst dargestellt werden durften. Als Titus im Jahre 70 n. Chr. Jerusalem eroberte, den Tempel betrat und in Erwartung einer goldenen Statue und wertvoller Schätze gespannt ins Allerheiligste vordrang, blieb er enttäuscht und schockiert stehen. Das Allerheiligste war leer! Gott ist Geist und nicht Materie. Er läßt sich nicht in ein Bild oder in eine Statue fassen.


4.04.4 - Sind Abbildungen Christi unbiblisch?

Bei den Christen wird das zweite Gebot oft anders verstanden. Gott wurde durch die Geburt seines Sohnes Mensch und damit sichtbar. Jesus konnte sagen: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ (Joh. 14,9). In ihm erfüllte sich das Schöpfungsziel. „Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf sie als Mann und Frau“ (1. Mose 1,27). Beide waren dazu berufen, Gottes Ebenbild darzustellen. Deshalb spiegelt das Antlitz eines Menschen etwas von der Hoheit Gottes wider. Wir haben das Vorrecht, uns an der Schöpfung zu freuen und Blumen, Tiere und Menschen zu zeichnen und zu malen, aber wir dürfen sie nicht vergöttern oder anbeten. Das Geschöpf bleibt Geschöpf; es ist nicht der Schöpfer. Vollends nach dem Sündenfall und dem Einbruch des Bösen in unsere Welt ist das Bild Gottes im Menschen entstellt worden. Erst Jesus, der zweite Adam, hat in seiner Person das Spiegelbild Gottes im Menschen wieder hergestellt. Paulus nennt ihn „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol. 1,15).

Jesus ist für alle Menschen geboren, gestorben und auferstanden. Er gehört allen Rassen. Er darf deshalb mit Fug und Recht als Neger, Chinese, Indianer, Europäer oder Semit dargestellt werden. Jesus ist für alle Zeiten das Ebenbild des wahrhaftigen Gottes in Menschengestalt. Seine Liebe, seine Freude, sein Friede und seine Geduld sind keine erträumte Theorie, sondern eine greifbare Realität. In Christus ist uns Gott nahegekommen. Er kam nicht als drohender Kriegsgott mit einer schrecklichen Fratze wie die indische Göttin Kali, sondern als Opferlamm, das bereit war, an unserer Stelle Gottes Zorn zu erleiden und für uns zu sterben, damit wir in Ewigkeit leben. Er hat uns den Opfergedanken ins Herz gesenkt. Das Kreuz ist zum unaustilgbaren Zeichen der Christenheit geworden. Die Auferstehung Christi gipfelte in seinen Erscheinungen, wobei sein Geistleib sichtbar wurde. Er forderte seine Jünger auf, daß sie ihn betasten sollten. Wir alle sollten begreifen, daß das Zeitalter der Gottesferne zu Ende gegangen ist und die Gnade der Gottesgegenwart in Christus sichtbar begonnen hat (Lk. 24,39).


4.04.5 - Christi Bild in seinen Nachfolgern

Jesus hat mit seinem Geist die Herzen seiner Jünger erfüllt, so daß Gottes Liebe und Heiligkeit samt seiner Freude in ihnen sichtbar würde. Wir sind berufen, in Christus das Ebenbild Gottes darzustellen, mitten in einer Welt voller Haß und Tod. Wir sollen ein wandelnder Brief Christi in unserer Familie, bei Nachbarn und Freunden sein. Jesus hat sein Bild in uns hineingelegt. Wir dürfen ein Spiegelbild seiner Tugenden werden. Wer geistlich lebendigen Christen in Afrika, Asien, Europa und Amerika begegnet, sieht, spürt und begreift schnell, daß auf jedem der Glanz des Friedens Christi liegt. Ob arm oder reich, ob gelehrt oder Analphabet, ob jung oder alt – wo der Geist des Gekreuzigten und Auferstandenen im Herzen eines Menschen wohnt, trägt er den Abglanz der himmlischen Welt an sich. Die Menschheit läßt sich nicht nur in Arme und Reiche, Sozialisten und Kapitalisten aufteilen. Eine feine, ewig gültige Linie trennt Wiedergeborene und in Sünden Tote voneinander. Wo Christus in einem Menschenleben Raum bekommt, wird das Leben Gottes sichtbar und greifbar.

Es ist ein Grundprinzip des Heiligen Geistes, daß er sich nicht selbst groß macht, sondern den Sohn verherrlicht. Deshalb lassen sich Nachfolger Jesu nicht in den Mittelpunkt stellen. Sie geben alle Ehre dem Lamm. Maria, die Mutter Jesu Christi, und alle Heiligen würden aufs heftigste protestieren und in heiligem Eifer ihre eigenen Statuen und Bilder vernichten, wo diese auf Altären anstelle des Sohnes Gottes erscheinen. Niemand ist gut außer Gott. Wir haben unsere Rechtfertigung und Heiligung allein aus Gnade empfangen. Es ist deshalb unbiblisch, zu Maria und den Heiligen zu beten oder ihre Fürbitte zu erflehen. Wer das tut, verstößt formal und inhaltlich gegen das zweite Gebot. Er schenkt sein Vertrauen nicht dem Dreieinigen Gott allein, sondern teilt es auf zwischen Gott und seinen endlichen Geschöpfen. Kein Bild, keine Statue, keine Reliquie und keine heiligen Totengebeine spenden heilende Wunderkräfte! Gott und sein Sohn allein schenken uns rettende Kraft. Alle Götzen sind ihm ein Greuel.

Das Geheimnis des Neuen Bundes besteht in dem direkten Vater-Kind-Verhältnis zwischen Gott und den Nachfolgern Jesu. Die Grundlage dazu ist der Versöhnungstod Jesu am Kreuz und sein hohepriesterliches Amt zur Rechten des Vaters. Der Sohn hat uns einen direkten Draht zu unserem himmlischen Vater eröffnet. Wer dieses Vorrecht nicht wahrnimmt, vertraut Gott nicht von ganzem Herzen. Allein vom Vater und seinem Sohn empfangen wir Gerechtigkeit, Vergebung, Geist und Leben. Deshalb gilt unser Dank, unsere Verehrung und Anbetung ausschließlich dem Dreieinigen Gott.


4.04.6 - Die Eifersucht Gottes

Die tiefe Kluft zwischen jenen, die an Gott gebunden sind, und solchen, die sich von ihm abwenden, spiegelt sich auch in der Strafandrohung und Segensverheißung des zweiten Gebotes wider. Der Schöpfer stellt sich dabei nochmals als „Ich,“ als eine Person, vor. Er schärft uns ein und vergewissert uns, daß er der treue und unwandelbare Herr ist, der alles regiert. Er hat sich in einem ewiggültigen Bund an uns gebunden und erwartet deshalb von uns gleiche Treue und unsere völlige Hingabe an ihn.

Gott wacht eifersüchtig über unserer Liebe zu ihm. Er ist nicht bereit, unsere Hingabe an ihn mit einem Götzen, einem Religionsstifter, einem Staatsmann, mit Gold, Geld oder okkulten Geistern zu teilen. Gott ist allein Gott. Außer ihm gibt es keinen Heiland.


4.04.7 - Die Verachtung Gottes durch mehrere Generationen

Wehe den Menschen, die die Liebe Gottes verachten, zurückweisen oder ignorieren. Sie gleichen der Rebe am Weinstock, die sich von ihrem Stamm gelöst hat, verdorrt ist und keine Frucht mehr bringt. Sie sind reif fürs ewige Feuer geworden. Wer nicht in Gott, seinem Ursprung, bleibt, begeht, geistlich gesprochen, Ehebruch, weil er sich statt dessen einem anderen Geist, einem Götzen, einer Partei verschreibt oder letztlich sich selbst zu Gott macht. Gott teilt seine Ehre mit niemandem. Keiner ist Schöpfer, keiner ist Richter über Zeit und Ewigkeit – außer ihm.

Wer sich nicht dem wahren Gott zuwendet und andere Herren oder sich selbst als Mittelpunkt seiner Umgebung ansieht, wird stolz und verhärtet sein Herz gegen die werbende Liebe seines Schöpfers. Ein solcher Mensch wird hart und böse und beginnt, andere Menschen auszunützen statt ihnen zu dienen. Wer Gott nicht liebt, kann auch seine Mitmenschen nicht lieben. Er kann die Welt und ihre Probleme nicht richtig beurteilen, weil ihm der Maßstab fehlt. Sein Gewissen verkümmert, seine Gesinnung verkommt, seine Triebe treiben ihn in Perversionen. Er wird schlimmer als ein Tier in seinem rücksichtslosen Kampf ums Dasein.

Gott läßt diejenigen fallen, die nach vielen Ermahnungen und Beweisen seiner Liebe sich von ihm lösen wollen. Er gibt sie dahin in ihres Herzens Gelüste, sich selbst zu zerstören (König Saul, Judas). Das gilt für den einzelnen wie für ganze Familien und Völker. Die Tragik dabei ist, daß auch Ehegatten sich gegenseitig zum Bösen beeinflussen können, ihre Kinder diesen Geist aufnehmen und so die Gottlosigkeit weitergetragen wird. Eine Familie, in der der Geiz oder der Neid regiert, bekommt ihre eigene Prägung. Die Familienatmosphäre kann auch von einem oberflächlichen Humanismus bestimmt sein oder von einem sozialistischen Atheismus. Der Geist eines Hauses spiegelt sich bisweilen in den Augen der Kinder wider. Auf vielen Familien liegt eine dunkle Last, besonders wenn sie oder ihre Vorfahren sich bewußt oder unbewußt auf okkultem Gebiet vergangen haben und versuchten, mit Toten und Geistern Kontakte aufzunehmen, Heilung ohne Jesus zu erlangen oder Schutz und Weissagung von Spiritisten zu erkaufen. Wenn Christus nicht als Retter gekommen wäre, gäbe es für diese Menschen keine Hilfe und Befreiung. Nun aber ist Christus für jeden gestorben und hat den Fluch, der über allen Sündern liegt, auf sich genommen. Wer an ihn glaubt, wird aus der Kausalität eines Sippengeistes befreit und von allen Bindungen an Satan gelöst. „Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der wird gerecht!“ (Röm. 10,4) Die Macht Jesu reicht weiter, als unser Verstand denken kann.

Gott läßt uns in seinem Wort wissen, daß seine Strafe und die Selbstverstockung einer Familie sich bis in die dritte und vierte Generation erstrecken kann, falls keine aufrichtige Buße und Umkehr in einem solchen Hause erfolgt. Oft sind Erwachsene und Kinder das negative Produkt einer gottlosen Ahnenkette. Wir sollten den einzelnen nicht lieblos verurteilen, sondern verstehen und lieben lernen. Auch Muslime und Juden sind von den antichristlichen Geistern ihrer Vorfahren geprägt und leben in den Zwängen einer kollektiven Gebundenheit. Wo ein Mensch von solchen Mächten loskommen will, muß er sich im Namen Jesu von den Bindungen an seine Kultur lossagen. Wenn wir unsere Sicherheiten und unsere Heimat um Jesu willen verlassen, will der Herr selbst unser Vater sein und die Verantwortung für uns und unsere Zukunft übernehmen. Er ruft uns zu: Ich bin der Herr, dein Gott, dein Vater. Ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Hänge dich an mich und laß alle deine Bindungen fahren. Glaube an meine Treue und Macht, so bleibst du geborgen in alle Ewigkeit.


4.04.8 - Die Liebe zu Gott und sein grenzenloser Segen

Wer Gott ehrt und liebt, studiert sein Wort regelmäßig und lebt von seiner Kraft. Wer die Tiefe der Güte Gottes erkannt hat, will ihm für seine Rettung, Gnade und Geduld danken. Im Danken zeigt sich unsere Liebe zu Gott deutlich. Der Dankbare findet Tag um Tag Schätze, Kräfte, Segnungen und Leitung für seine Alltagsfragen im Wort Gottes. Was würden wir von einer Braut denken, die den Brief ihres Bräutigams ungeöffnet läßt und vergißt? „Sie liebt ihn nicht!“ Die wahre Braut aber wartet ungeduldig auf die Briefe ihres Geliebten, öffnet sie hastig und liest sie mehrere Male, bedenkt bestimmte Formulierungen öfters und prägt sie sich ein. Wenn wir Gott lieben, studieren wir seine Schriften wie seine Liebesbriefe an uns. Wir lesen sie regelmäßig und lernen die wichtigsten Texte auswendig. Wir füllen unser Herz mit Gottes Wort und empfangen daraus jene Kraft, die uns treibt, Gottes Willen zu tun.

Ein Familienvater und eine Mutter, die treu für ihr Haus beten, legen einen bleibenden Segen auf ihre Familie. Ihre Kinder wachsen nicht gottlos auf. Sie empfangen eine Richtschnur für ihre Zukunft. Kein Vater kann seine Kinder zum Glauben zwingen, geschweige die Bosheit seiner Nachkommen mit Schlägen austreiben. Aber das Vorbild der Eltern prägt sich tief ins Unterbewußtsein der heranwachsenden Generation ein. Oft bleibt ihr Wandel eindrucksvoller in der Erinnerung der Kinder haften als ihre Worte. Die Augen einer Mutter reden manchmal lauter als ihr Mund, und ihre Liebe begleitet die Kinder übers Grab hinaus.

Gott verheißt denen, die ihn lieben, seinen Segen bis ins tausendste Glied. Diese Verheißung schenkt allen Eltern einen starken Trost, die in einer Zeit voller Versuchungen und Gottlosigkeit ihre Kinder erziehen müssen. Die Kraft der Liebe Gottes dringt durch alle Finsternisse hindurch wie die Strahlen eines Leuchtturms in stürmischer Nacht. Das geistliche Erbe eines Elternhauses multipliziert sich.

Wer hat schon einmal ausgerechnet, welche Zeitspanne tausend Generationen umfassen? Wenn wir eine Generation mit 25 Jahren ansetzen, dann handelt es sich hier um 25.000 Jahre, in denen der Segen Gottes durch einen gläubigen Menschen nachwirkt. Oder wenn wir an die Zahl der Enkel, Urenkel und Ururenkel denken, so kann in einer kinderreichen Familie eine große Schar, zahlreich wie ein Regiment, durch ein einziges gläubiges Elternpaar gesegnet werden.

Wir können uns aber auch eine geistliche Familie vorstellen. Es ist möglich, daß ein gläubiger Mensch zu einem Brunnen der Liebe Gottes wird, aus dem Hunderte ihren Durst stillen. Der Nachfolger Jesu nimmt nicht in Anspruch, daß er selbst eine Quelle des Guten ist, sondern eine Art Rohrleitung oder Durchgangsstation. Der Herr gibt aus seiner Fülle Gnade um Gnade durch jeden, der sich ihm bedingungslos anvertraut.

Wer selbst erfahren hat, was der Segen leiblicher oder geistlicher Eltern in seinem Leben für Auswirkungen hatte, sieht die Kulturen der Welt mit anderen Augen. Wo Gottes Wort jahrhundertelang das Leben und Denken eines Dorfes, einer Stadt oder eines Volkes beeinflußt hat, werden Menschen befreit zum Danken, zu verantwortlicher Tat, zum Geben und zur Genügsamkeit. Der Dreieinige Gott prägt diese Kultur in Familie, Schule, Wirtschaft und Politik viel mehr als die Träger dieses Segens sich bewußt sind.

Wo aber die blutverschmierte Fratze eines rachsüchtigen Gottes wie in Indien oder Ahnenkulte wie in Afrika die Gesichter hart und finster machen, wo Götzen- und Geisteranbetung zum Anlegen von Amuletten und Schreiben von Zaubersprüchen führen, da formiert sich eine Gesellschaft, in der Unfreiheit, Angst und Mißtrauen regieren. Die Würde der Frau wird häufig in den Schmutz getreten. Die Männer herrschen und lassen die Frauen arbeiten. Stammesfehden verhindern den Fortschritt. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Wer in ein christliches, islamisches oder hinduistisches Dorf kommt, sieht und riecht den Geist des betreffenden Ortes schnell. Selbst Tiere registrieren, ob sie lieblos geschlagen und brutal angetrieben oder rücksichtsvoll und freundlich behandelt werden.


4.04.9 - Zusammenfassung: Die grosse Scheidung

Der Segen gläubiger Väter und Mütter ist spürbar und sichtbar. Oft gehen Wohlstand und Intelligenz einzelner oder ganzer Familien auf die innige Liebe der Vorfahren zu Gott zurück, die in einem zuchtvollen Leben und mit Fleiß bis ins Alter gebetet und gearbeitet haben. Hier zeigt sich wieder die feine Linie, die durch unsere Welt geht. Sie scheidet die Menschen in Liebende und Hassende. Wer sich Gott anvertraut wie ein Kind, wird in seiner Liebe wachsen und in einen Menschen der Liebe verwandelt werden. Wer sich aber Gottes Werben widersetzt, sich von ihm abwendet, dessen Herz wird hart und lieblos. Nicht umsonst wird in der letzten Zeit die Liebe in vielen erkalten.

Wer nicht zu Gott umkehrt, wird zu einer Quelle des Hasses und der Bosheit. Viele moderne Weltanschauungen sind aus solchem Aufruhr gegen Gott entstanden. Karl Marx war in seiner Jugend fromm. Als er sich jedoch mit okkulten Mächten einließ, wurde er zu einem Verführer für viele, die den toten Materialismus als Grundlage und Ziel ihres Lebens wählten. Seine Nachfolger werden das Paradies auf Erden nie schaffen, denn sie gehören zu denen, die ihre geballte Faust gegen Gott erheben. Wer Gott, die Quelle der Liebe, leugnet und statt dessen Menschen vergöttert, lebt im Haß gegen Gott und häuft sich Gottes Zorn auf den Tag des Zorns.

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