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Home -- German -- 09. Comparisons -- 4.05 Third Commandment: Do Not Take the Name of God in Vain
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09. VERGLEICHE ZWISCHEN CHRISTENHEIT UND ISLAM
Vergleiche 4 - Die Zehn Gebote

4.05 - Das dritte Gebot: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht misbrauchen



Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. (2. Mose 20,7)


4.05.1 - Der Name Gottes

Der Mensch kann ohne seinen Schöpfer nicht existieren. Er wurde nach Gottes Ebenbild geschaffen, aber verließ Gott. Seither irrt der Mensch ziellos umher, sucht nach seinem verlorenen Gegenüber und nach seinem Ursprung. Tausende von Ersatzgöttern hat der gottlose Mensch sich seither geschaffen. Ihre Fratzen oder verklärten Gesichter spiegeln seine Ängste und Sehnsüchte wider. Viel Geld wird für Amulette und Horoskope ausgegeben, die weder Trost noch Schutz gewähren. Respektvoll verneigt sich der Muslim vor Allah, dem großen Unbekannten. Frauen reiben ihren Leib an den Gräbern muslimischer Heiliger, um die Gnade der Fruchtbarkeit zu empfangen.

All das Irren und Suchen der Menschen sollte längst ein Ende gefunden haben, zumal im Alten Testament deutlich steht, daß Gott sich den Menschen näherte und ihnen seinen verborgenen Namen mitteilte: „Ich bin Jahwe.“ Die Erscheinung Gottes im brennenden Dornbusch war ein epochaler Durchbruch seiner Gnade. Gott offenbarte sich. Er gab sich zu erkennen. Seine Offenbarung schuf eine höhere Stufe der Gotteserkenntnis. Das Alte und Neue Testament enthalten noch andere Offenbarungen Gottes. 638 verschiedene Namen und Eigenschaften des Dreieinigen Gottes lassen sich in der Bibel finden. Jede dieser Eigenschaften stellt in den semitischen Sprachen einen Namen dar. Gott ist nicht nur gut, er ist der Gute. Er ist nicht nur heilig, er ist in allem, was er sagt und tut, der Heilige. Jeder dieser Namen deutet auf eine Wesensseite Gottes. Der Name aber, der im Alten Testament alle anderen Namen Gottes überragt und zusammenfaßt, ist „Jahwe“! Über 6220 mal steht dieser Name in den Schriften des Alten Testaments. Er ist das Hauptwort, das am häufigsten darin vorkommt. Jahwe ist der treue Allmächtige, der Herr der Geschichte, der sich nicht ändert, der heilige und herrliche Herrscher.


4.05.2 - Der Herr im Neuen Bund

Im Neuen Testament hat sich Jahwe als „der Herr“ in Jesus aus Nazareth geoffenbart. Engel, Apostel und alle Gemeinden bekennen einmütig: „Jesus ist der Herr.“ Derselbe hat uns in seiner Demut und Liebe den neuen Namen Gottes geoffenbart und uns beten gelehrt: „Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt!“ Wir beten also, daß der Vatername vor allen anderen Namen Gottes geehrt, gerühmt und geheiligt werde. Die Offenbarung Gottes des Vaters in Christus, seinem Sohn, hat uns im Neuen Bund auf eine höhere Stufe der Gotteserkenntnis gestellt. Jesus hat seinen eigenen Namen nicht zum Gegenstand der Verherrlichung gemacht, sondern den Namen seines Vaters. Jesus war die Demut selbst und ehrte durch seinen Gehorsam allezeit seinen Vater. „Deshalb hat ihn auch Gott erhöht und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Phil. 2,9-10). Seither verherrlicht der Heilige Geist den Namen des Sohnes Gottes. Der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ist eine unauflösliche Einheit, welche die Realität unseres Gottes am besten beschreibt.


4.05.3 - Was bedeutet die Kenntnis des Gottesnamens?

Wer in eine fremde Stadt kommt und eine gültige Adresse besitzt, ist froh und beruhigt. Er kann diese Leute anrufen, sie besuchen und um ihre Hilfe bitten. Wohl dem, der den wahren Namen Gottes kennt und seine „Telefonnummer“ (Ps. 50,15) besitzt. Dort heißt es: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“ Unser Herr ist immer zu Hause und wartet auf unseren Anruf.

Jede Begegnung mit dem wahren Gott bewirkt gleichzeitig eine tiefere Erkenntnis unserer Sündhaftigkeit, Verlorenheit und Bosheit. Seine Hoheit und Heiligkeit relativiert unsere oberflächliche Anständigkeit und jede eingebildete Humanität. Seine Liebe ermuntert uns zum Bekennen konkreter Sünden, und seine Demut überwindet unseren harten Stolz. Die Kenntnis des Namens Gottes schenkt den Gebeugten die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt mit ihm. Gott lädt uns ein, zu ihm zu kommen und mit ihm zu reden. Die Gemeinschaft mit ihm führt zu tieferer Hingabe und größerem Vertrauen.

Wachsender Glaube und unsere Ganzhingabe an den Vater befestigt uns im heiligen Bund, der einseitig von Gott her gestiftet worden ist. Er bestätigt diese Gnade auch im dritten Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott!“ Gott bindet sich im Zeichen des besitzanzeigenden Fürwortes an seine schuldigen Geschöpfe und Versager. Er garantiert ihnen Treue, Schutz und Sieg durch ihren Glauben an ihn. Im Neuen Testament wird uns die Eingliederung in die Familie unseres himmlischen Vaters im Rahmen des Bundesschlusses gewährt und gleichzeitig unsere Einverleibung in den geistlichen Leib Christi verkündigt, wobei Jesus das Haupt und wir die Glieder sind. Gott will mit seinen Kindern eines Geistes und Sinnes sein und durch sie in dieser Welt handeln. Er gibt ihnen Vollmacht, in seinem Namen zu reden und zu wirken.


4.05.4 - Vom Missbrauch des Gottesnamens

Wir leben in einer Welt, die von Gottes Offenbarung in der Bibel stark beeinflußt worden ist. Die Hälfte aller Menschen kennt den Namen Gottes, aber nur wenige haben sich ihm ganz anvertraut. Wer nicht in der Gegenwart Gottes lebt, steht in der Gefahr, seinen geoffenbarten Namen zu mißbrauchen, der ihm zwar als Kulturgut übermittelt wurde, aber nie zu bewußter Lebensübergabe geführt hat. Selbst wiedergeborene Christen stehen in der Gefahr, mit ihrer Zunge den Heiligen Geist zu betrüben. Wie oft wird oberflächlich und gedankenlos der Name Gottes ausgesprochen. Das dritte Gebot will uns alle vor dem Mißbrauch des geoffenbarten und uns anvertrauten Namens warnen und bewahren.

Seltsamerweise führen nicht wenige Taufscheinchristen den Namen Gottes fortwährend im Mund. In Redewendungen wie: „Gott, o Gott“ und anderen gleichen sie Kindern, die am Telefon spielen, eine Nummer wählen, aber nicht antworten, wenn auf der anderen Seite der Hörer abgenommen wird. Falls sich solche Anrufe wiederholen, wird der Angerufene ärgerlich. Gott hört seinen Namen immer, wenn wir ihn aussprechen. Was denken wir, wenn wir seinen Namen im Munde führen? Ein gedankenloses Benützen zeigt an, wie wenig wir unser Leben vor Gottes Angesicht führen.


4.05.5 - Der Gebrauch des islamischen Gottesnamens

Für den Muslim ist es eine Pflicht, den Namen Allahs oft auszusprechen. Die Nennung dieses Namens soll den Bekenner rechtfertigen. Der Muslim denkt, je öfter er den Namen „Allah“ ausspricht, desto mehr Sünden werden ihm vergeben. Aus dieser Unsitte entstand jene oberflächliche Gewohnheit, die den Mißbrauch des Namens Gottes im Islam sogar legalisiert. Trotzdem hat der Muslim keinen persönlichen Kontakt zu Gott. Sein Reden gleicht dem Murmeln eines Sklaven, der den Namen seines Herrn respektvoll auf der Zunge führt, aber nie weiß, ob er tatsächlich beachtet wird.

Auch sein fünfmaliges Beten im Rahmen einer wörtlich vorgeschriebenen Liturgie ist weitgehend ein Plappern ohne nachzudenken. Das Hauptgebet, die Fatiha, soll jeden Tag im Laufe der fünf Gebetszeiten bis zu 17mal heruntergeleiert werden. Die Fatiha wird von den 900 Millionen Muslime in aller Welt Arabisch gesprochen, obwohl 700 Millionen diese Sprache nicht verstehen. Auf diese Weise ist die Fatiha noch mehr als das Vaterunser vom Mißbrauch betroffen.


4.05.6 - Fragwürdige Gebete und wertlose Diskussionen

Nicht nur die meisten Muslime leiern gedankenlos ihre Liturgie herunter. Auch unzählige Christen – besonders die der alten Kirchen – sprechen ihre Gebete in einem einlullenden Singsang. Wer aber wagt es, Gott anzurufen und keine Antwort von ihm zu erwarten? Wer wagt es, mit Gott zu reden und dabei an etwas anderes zu denken? Wenn wir Gelegenheit hätten, mit einem Staatsoberhaupt in persönliche Verbindung zu treten und mit ihm allein zu reden, so würden wir vorher jedes Wort überlegen und abwägen. Ist uns Gott weniger wert als ein Mensch? Wer gedankenlos betet, verachtet Gott.

Theologen stehen in besonderem Maße in Gefahr, das dritte Gebot zu übertreten und den Geist Gottes zu betrüben. Sie studieren die Bibel und diskutieren über Gott und seine Eigenschaften wie über einen wissenschaftlichen Gegenstand, oft ohne seiner Gegenwart bewußt zu sein. Über Gott kann man nicht „neutral“ reden. Er ist keine Sache, er ist eine gegenwärtige Person, ein Zuhörer und Zeuge aller unserer Gespräche. Er kennt unsere Gedanken genau. Ohne Gottesfurcht wird jedes Theologiestudium zur Versuchung, das dritte Gebot ständig zu übertreten.


4.05.7 - Böses Reden im Namen Gottes

Wehe dem, der Gottes Wort verdreht, verspottet und Witze darüber macht. Er mißbraucht den Namen aller Namen und bleibt nicht in der Furcht Gottes. Wir sollten deshalb nicht mitlachen, wenn über Gottes Wort gespottet wird, sondern, wo möglich, Spötter ermahnen und für Gottes Ehre eintreten. In zunehmendem Maße haben Geschäftemacher in der Filmindustrie die Tiefenwirkung religiöser Worte erkannt und benützen Begriffe wie Sünde, Hölle oder Verdammnis in einem verdrehten Sinn. Ihre Worte werden auf sie zurückfallen.

Nicht selten fluchen Menschen in ihrer Erregung, im Zorn oder Ärger und benützen dabei Worte wie Gott, Jesus oder Sakrament. Sie reden von Verdammnis und anderen geistlichen Tatsachen, ohne viel dabei zu denken. Pfarrer Wilhelm Busch fragte einmal beim Vorübergehen einen fluchenden Bauarbeiter: „Beten Sie immer so laut?“ Der stockte und brummte: „Ich bete doch nicht.“ „Aber,“ sagte der Pfarrer, „Sie haben eben Gott bei seinem Namen angerufen, der antwortet Ihnen bestimmt!“ Betreten blieb der Bauarbeiter stehen.

Viele Flüche werden gegen Menschen geschleudert, im Orient manchmal sogar gegen eigene Verwandte. Dahinter steht blanker Haß. Jesus bezeichnet solches Reden als Mordabsicht. Hier wird das Ebenbild Gottes im Menschen verflucht.


4.05.8 - Die Strafandrohung Gottes

Zum dritten Gebot gehört das schwerwiegende Wort: „Gott wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.“ Neben dem unbewußten und gedankenlosen Mißbrauch des Namens Gottes steht die halb bewußte oder absichtliche Benützung dieses Schlüsselwortes zur Ewigkeit. Nicht im Dienst für Gott, sondern zur Deckung der eigenen Sünde und ihrer Durchführung wird oft der Name mißbraucht. Wehe dem, der lügt oder heuchlerisch zur Bemäntelung seiner Unwahrheit den Namen Gottes mißbraucht. Genauso ist es Sünde, wenn jemand einen Betrug in den Gottesnamen verpackt und als Wahrheit anbietet. Im Orient traut kaum noch einer dem andern, weil auch die Nennung des Gottesnamens als Beschwörungsformel die Qualität der Ware oder die Wahrheit einer Rede nicht garantiert. Jesus hat jedes leichtfertige Schwören verboten und verlangt von uns eine völlige Wahrhaftigkeit im Alltag, wenn er sagt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel“ (Mt. 5,37).

Wer einen Meineid schwört, belügt nicht nur Menschen, sondern auch Gott. Frevelhaftes Schwören fällt unter die Warnung des dritten Gebots: „Der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.“ Deshalb ist die Furcht des Herrn der Weisheit Anfang. Wir brauchen die Furcht vor dem lebendigen Gott, damit wir uns nicht gegen ihn versündigen.

Wer Gott und seinen Namen kennt, ihn aber in der Not nicht anruft und nicht auf seine Führung und Antwort wartet, statt dessen zum Wahrsager eilt, wer den Gottesnamen mißbraucht, um Geheimnisse der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu erhellen, der ist Gott ein Greuel (5. Mose 18,9). Wer Zauberei, Magie oder andere Hexenkünste betreibt, steht unter dem Verdammungsurteil Gottes, daß er ihn aus seinem Volk ausrotten werde (3. Mose 20,6). Hierher gehört auch der Versuch, Tote und Ahnen zu befragen, sowie jeder Kontakt mit Geistern und Dämonen. Solche Untaten scheiden den Menschen von Gott und öffnen den Betreffenden für eine fremde Offenbarungsquelle. Es wäre dasselbe, wenn ein Mann neben seiner treuen Frau noch eine andere hat und seine Ehe mit dem Geld und im Namen der ersten Frau bricht. Der Herr nennt alle okkulten Praktiken „geistliche Hurerei“ (3. Mose 20,6) und ein Volk sowie jene, die solches treiben, ein ehebrecherisches Geschlecht.

In Afrika und Asien begegnet man Menschen, die Amulette tragen, welche für teures Geld Schutz und Hilfe bringen sollen. Genauso werden Geleit- und Erfolgsbriefe für Geschäftsreisende und für junge Muslime auf Brautschau ausgestellt. Das alles ist verständlich, weil diese Völker Gott nie kannten. Wenn jedoch bei uns im Fernsehen Magie, Hexenkünste und Geisterkontakte vorgeführt und zur Nachahmung angeboten werden, so ist das ein Einbruch Satans in die Massen. Es ist, als wenn die Pforten der Hölle sich aufgetan hätten. Der Herr warnt uns unzweideutig davor. Wer solche Dinge tut, hat sich von Gott getrennt und sich zu den Feinden Gottes geschlagen. Sein Inneres verhärtet sich, denn seine Seele hat sich an den gebunden, dem er sich anvertraut hat. Auch Heilungen durch Magie und Geisterbeschwörungen schaffen langfristig keine Hilfe. Sie bringen nur neue Belastungen und Bindungen mit sich. Jesus allein kann solche Gebundenen noch befreien. Wer Horoskope und Handlinien liest, Tischrücken übt und auf religiösen Festen Nägel und elektrische Birnen schluckt, hat sich auf den Weg der Hölle begeben. In Indien gibt es zahlreiche Hotels, in denen eingemietete Wahrsager bereit sind, das Tageshoroskop für jeden Hotelgast auszustellen. Im Nahen Osten tragen die meisten Kleinkinder blaue Perlen als Schutz gegen den bösen Blick, wie auch LKW‘s und PKW‘s gegen den Einfluß von Neidern mit dem Bild eines von einem Pfeil durchbohrten Auges gesichert sind. In Europa hängt man Maskottchen ins Auto, Hufeisen über die Türen und klopft aufs Holz, um Unglück fernzuhalten. Das alles ist ein Greuel vor Gott, weil man hier an die Macht der jenseitigen Kräfte mehr als an den Schöpfer glaubt. Solche Menschen werden an den Fürsten dieser Welt gebunden.


4.05.9 - Der Gotteslästerer

Der Mißbrauch des Namens Gottes wird auf die Spitze getrieben, wo ein Mensch Gott und Christus verflucht, sich dem Aufruhr gegen Gott bewußt anschließt und mit schwarzer Magie das Reich das Herrn zerstören will. Satan ist der Urfeind Gottes. Wer Gott bewußt lästert, wird von Dämonen beherrscht und getrieben. Ihr Geist bricht aus seinem besessenen Unterbewußtsein wie eine Schmutzflut der Hölle hervor. Wer einmal in das Auge eines Lästerers geblickt hat, erschrickt über den Abgrund an Haß und Bosheit in seinem Herzen. Und wer seitenlange Briefe liest, die Christus und seine Nachfolger verfluchen, spürt etwas von dem Odem der Hölle in seinem Gesicht. Gott gebietet, einen Flucher und Lästerer sofort außerhalb des Lagers zu steinigen (3. Mose 24,14-16). Allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Besessene sind oft geistlich blind, meinen fromm zu handeln und kämpfen dennoch gegen Gott und seinen Gesalbten (Joh. 15,19-21; 16,1-3). Die Ältesten Israels haben Jesus als Lästerer verurteilt und Stephanus gesteinigt, weil sie Jesus nicht als Gottes Sohn erkannten. Sie lästerten in ihrem frommen Eifer den Heiligen in ihrer Mitte, spuckten ihm ins Gesicht und schlugen auf sein Haupt. Die geistlichen Führer des Bundesvolkes haben ihren Herrn nicht erkannt, sondern gekreuzigt.

Religiöse Fanatiker sind meist geistlich blind. Viele Muslime meinen, es käme einer Gotteslästerung gleich, wenn sie an die Kreuzigung Christi glauben. Der fanatische Haß der Pharisäer hat sich an die Leser des Qur’ans vererbt. Der Geist der frommen Muslime kämpft gegen die Heilige Dreieinigkeit. Ihr Haß gegen das Kreuz ist groß. Die Hölle lästert in ihnen den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Auch der Hinduismus lehnt die Einzigartigkeit Jesu Christi ab. Er läßt ihn nur als einen unter vielen Göttern gelten. Die Mehrzahl der Juden hat sich bis heute gegen den wahren Messias verschlossen. Wir sollten jedoch nicht nur über die antichristliche Lästerung des Gottesnamens in anderen Religionen entsetzt sein, sondern für unser eigenes Volk Buße tun.

Seit einiger Zeit haben sich abgefallene Christen zu einer Satansanbetung vereinigt, bei der Orgien gefeiert, Opferblut vergossen und Satan wie Gott angebetet wird. Sie haben auch das Vaterunser dämonisch verdreht. Der Fürst der Finsternis greift nach jedem, der sich nicht von dem Dreieinigen Gott retten läßt. Nur „in Christus“ haben wir einen Schutzraum, in den die Hölle nicht einzudringen vermag. Der gute Hirte sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen ... Ich und der Vater sind eins“ (Joh. 10,27-30).

Zahlreiche führende Persönlichkeiten – Politiker, Künstler, Sportler und Journalisten – haben sich den Geistern von unten genähert und verschrieben. Sie reichen sich bei bekannten Wahrsagern die Tür und hoffen, mit magischen Kräften und Einblicken ihren Einfluß zu erweitern. Sie benützen bisweilen den Namen Gottes, bekämpfen aber unbewußt oder bewußt den lebendigen Herrn. Nietzsche schrieb: „Gott ist tot!“ In seiner ohnmächtigen Wut gegen seinen Schöpfer und Retter wurde sein Geist verstört. Er war besessen. Heute leben Millionen so, als gäbe es keinen Gott. Sie täuschen sich und eilen im Nebel ihrer Ahnungslosigkeit einem Abgrund zu. Jede Gottesleugnung ist eine Lästerung, wie der Glaube ans Nirwana ein Selbstbetrug ist.

Die Juden haben eine besondere Antwort auf das dritte Gebot gefunden. Weil sie den einzigartigen Namen Gottes nicht versehentlich falsch aussprechen wollten, setzten sie in das Wort Jahwe die Vokale eines anderen Gottesnamens (Adonai) ein. Auf diese Weise entstand im Hebräischen aus zwei verschiedenen Begriffen zusammengesetzt das Wort Jehova, das eigentlich kein eigener Gottesname, sondern ein Deckname für Jahwe ist. Die Angst vor einer unbeabsichtigten Übertretung des dritten Gebots und die Furcht vor Strafe führte sie in diese verkrampfte Haltung. Damit kommen wir zu der Frage: Sollen wir besser Gottes Namen nicht mehr in den Mund nehmen? Sollen wir nicht weiter über den Herrn reden? Wie benützen wir den Namen Gottes richtig, so daß wir nicht unter sein Gericht fallen?


4.05.10 - Vom rechten Gebrauch des Namens Gottes

Das dritte Gebot besteht nicht nur aus einem Verbot und einer Warnung Gottes an uns. Es enthält gleichzeitig auch die große Verheißung: „Du wirst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht vergeblich im Munde führen, wenn du ihn im Glauben, in Liebe und mit Dank aussprichst.“ Durch dein Glaubenszeugnis will der Herr schöpferisch, vergebend und erneuernd in anderen Menschen wirken. Der Name Gottes ist kein magisches Mittel, das wir nach unserem Wollen und Gutdünken anwenden können. Der lebendige Herr handelt durch seinen eigenen Namen nach seinem Ratschluß. In diesem Namen ist jedoch die unbegrenzte Kraft Gottes enthalten. Petrus sagte zu dem Gelähmten: „Im Namen Jesu stehe auf und wandle!“ Später sagte er vor dem Hohen Rat: „Der Name Jesu hat diesen Mann gesund gemacht“ (Apg. 3,6 u. 16; 4,10).

Wir sollten den Namen Gottes neu kennenlernen. Der bedeutende Theologe Schlatter, der das Neue Testament in der griechischen Ursprache auswendig konnte, schrieb am Ende seines Lebens ein Buch mit dem Titel „Kennen wir Jesus?“ Wir sollten unseren Herrn besser verstehen lernen. Deshalb ist es nötig, sein Wort betend zu lesen und hörend über der Bibel zu meditieren. Dann spricht Gott durch sein Wort zu uns.

Es ist hilfreich, ganze Abschnitte des Alten und Neuen Testaments auswendig zu lernen. Gottes Wort enthält große Kraft und viel Weisheit. Wohl dem, der sein Unterbewußtsein und sein Gedächtnis mit dem Wort Gottes füllt. Auch die Zeugnisse und Lebensberichte bewährter Männer und Frauen im Glauben helfen uns, Gottes Namen und sein Handeln besser zu verstehen und ermutigen uns zu vermehrtem Glauben. Wenn wir Gottes Wort regelmäßig studieren, werden wir glückliche Menschen und machen andere durch unser Lebenszeugnis glücklich.

Das Geheimnis eines Menschen, der auf Gott hört, besteht darin, daß er nicht mehr allein lebt, sondern den Herrn der Welt kennt und mit ihm reden kann. Gott redet zu uns durch die Bibel; wir antworten ihm im Gebet. Welch ein Vorrecht haben wir, daß wir Gott, dem Schöpfer des Universums, unsere Sorgen, Sünden, Nöte und Krankheiten sagen dürfen. Er hat Zeit für uns; er hört zu; er weiß besseren Rat als jeder Arzt und Psychologe. Er liebt uns mehr, als unser leiblicher Vater uns lieben kann. Er vergibt uns unsere Schuld um des Opfertodes Jesu willen. Er schenkt uns die Kraft des ewigen Lebens durch seinen Heiligen Geist.


4.05.11 - Das getroste Lob Gottes

Loben wir Gott und danken wir ihm mit Herz und Mund? Der Allmächtige ist unser Vater, sein Sohn unser Retter und der Heilige Geist unser Tröster. Unser Gottesdienst ist von keiner sklavischen Angst und Unsicherheit geprägt, sondern von der Freude beschenkter Kinder. Der Dank der Erlösten und der Lobgesang der aus ihren Sünden auferweckten Toten ist bestimmend, denn sie leben ewig in der Rechtfertigung durch den Dreieinigen Gott. Wer nicht im Chor mitsingen kann, singe allein; und wer nicht mit dem Munde singen kann, singe in seinem Herzen. Wer den Namen Gottes im Gebet und beim Gesang bewußt und vertrauensvoll ausspricht, ehrt Gott und erfreut ihn mit seinem Lob.

Wer Gott nicht kennt oder in seinem geistlichen Leben durch unvergebene Schuld, durch Unglaube oder okkulte Belastung blockiert ist, bedenke das Angebot des Apostels Petrus: „Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden“ (Apg. 2,21). Wir dürfen mit Gott selbst im Namen Jesu reden. Er antwortet uns. Nahe dich zu Gott, so naht er sich zu dir. Der Name Gottes, unseres Vaters, hält eine Fülle des Segens für uns bereit. Der Name „Jesus“ läßt die Hölle erzittern, denn er ist der Sieger über Sünde, Tod und Teufel. Der Heilige Geist verherrlicht den Namen des Sohnes Gottes durch die Mitteilung von Leben, Liebe und Kraft an uns. Außerdem schenkt er Gewißheit, Reinheit, Freude und Frieden. Gleich wie die Sonne unzählige Strahlen aussendet, so teilt der Name des Dreieinigen Gottes den Seinen Gnade um Gnade mit.


4.05.12 - Das Zeugnis des Glaubens

Wer kann schweigen, wenn der Mund überläuft? Wer kann egoistisch die Rettung für sich behalten, wenn er weiß, daß Gott will, daß alle Menschen gerettet werden? Jesus gab deutliche Missionsbefehle. Es ist nicht nur unsere Sehnsucht oder ein geistgewirktes Bedürfnis in uns, anderen Menschen die ewige Rettung anzubieten; der Herr selbst will es und befiehlt uns, seinen Namen im Glauben auf Dörfer und Städte, Länder und Kontinente zu legen. Der Sieg Jesu Christi muß überall bekannt gemacht werden. Petrus schreibt: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann“ (1. Petr. 3,15). Und Jesus sagte: „Wer mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater“ (Mt. 10,32).

Als Paulus von den Angriffen der Feinde Gottes innerlich müde geworden war, sprach sein Herr zu ihm im Traum: „Fürchte dich nicht und schweige nicht; siehe, ich bin mit dir und habe ein großes Volk in dieser Stadt.“ Bei seiner Berufung hatte er ihm versichert: „Ich will dich vor ihnen und vor deinem Volk retten; deshalb sende ich dich, daß du ihnen die Augen auftust, daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott, und daß sie durch den Glauben an mich Vergebung ihrer Sünden empfangen und ein Erbteil der Heiligen im Licht“ (Apg. 18,9.10; 26,16-18).

Zu den erschütterten und furchtsamen Aposteln hatte Jesus am Osterabend gesagt: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nehmet hin den Heiligen Geist; welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten“ (Joh. 21,19-23).


4.05.13 - Das Handeln im Namen des Herrn

Wenn der Herr durch sein Wort zu uns redet, wir ihm im Gebet und Lobgesang antworten und seinen Namen vor Freund und Feind bekennen, dann erfahren wir die Vollmacht, die dieser Name ausstrahlt. Die Apostel haben im Namen Jesu Kranke geheilt, Dämonen ausgetrieben und Tote auferweckt. Jesus selbst hat den Sturm gestillt und das wenige Brot mit Danken vermehrt. Er hat Sünden vergeben und Leben geschenkt. Er sagte: „Mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch“ (Joh. 5,17). Es gibt nicht nur ein Reden im Namen Jesu, sondern auch ein Handeln in seinem Namen. Wo der Vater und der Sohn durch den Heiligen Geist im Herzen eines Menschen wohnt, da ist es nicht der Mensch selbst, der Wunder tut, sondern Gott, der durch die Schwachheit seiner Kinder wirkt.

Das Zeugnis vom lebendigen Herrn und das Handeln in seinem Namen basiert auf einem geheiligten Lebenswandel. Es ist nicht möglich, auf die Dauer mit demselben Mund zu fluchen und Gott zu loben. Der Heilige Geist drängt uns zu einem heiligen Lebenswandel. Er heiligt uns, weil er selbst heilig ist. Nicht von ungefähr hat uns Jesus im Vaterunser als erstes die Bitte um die Heiligung des Vaternamens in den Mund gelegt. Unser Gebet wird zur Lüge und unser Zeugnis unglaubwürdig, wenn unser Leben nicht die Kraft Gottes bezeugt.

Gewiß, wir sündigen wider Willen, aber zerbrechen in unserer Buße vor Gott. Unsere Sünden, Fehler und Versäumnisse sind für ihn nicht nebensächlich. Wir leiden unter unserem Sosein, doch der Heilige Geist richtet Büßende wieder auf und tröstet sie. Das Blut Jesu reinigt uns, und das Wort des Vaters gibt uns Mut zum Glauben. Wir leben im Namen des Dreieinigen Gottes und erfahren unsere Heiligung aus seiner Geduld, seiner Liebe und seinem Erbarmen.

Kennen wir den Namen Gottes? Liegt er auf unserer Zunge? Wohnt er in unserem Herzen? Wir wollen den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Ehrfurcht und Liebe aussprechen. Der lebendige Herr wird uns vor dem Mißbrauch seines Namens bewahren und uns zum rechten Gotteslob führen.

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