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Home -- German -- 09. Comparisons -- 4.06 Fourth Commandment: Remember the Sabbath Day, to Keep it Holy
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09. VERGLEICHE ZWISCHEN CHRISTENHEIT UND ISLAM
Vergleiche 4 - Die Zehn Gebote

4.06 - Das vierte Gebot: Gedenke des Sabbattages, das du ihn heiligest



Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn. (2. Mose 20,8-11)


4.06.1 - Der Ruhetag zum Lob des Schöpfers

Der Sabbat ist bei den Juden eines der Zeichen ihres Bundes mit Gott. Dieser Tag des Herrn unterschied die Glieder des Alten Bundes von den übrigen Völkern. Sie heiligten diesen letzten Tag der Woche, arbeiteten an ihm nicht im Trott der Woche weiter, zündeten kein Feuer an, unternahmen keine größeren Ausflüge und kleideten sich mit Festgewändern. Eine allgemeine Freude lag über diesem Tag, an dem sie sich in ihren Synagogen versammelten, um mit Lied und Meditation die Thora in Perikopen immer wieder neu zu lesen und zu besprechen.

Der Tag des Herrn soll der Tag in der Woche sein, an welchem Gläubige sich längere Zeit Gott zuwenden und sich auf ihren Schöpfer, Erlöser und Tröster konzentrieren. Das Hören der Predigt, das Lesen der Bibel, persönliches Gebet und Stille machen den Tag zu einem Atemholen der Seele in der Hetze des Alltags. Dieser Tag der Besinnung soll den Menschen genügend geistliche Speise für ihre Wanderung durch die Wüste des Alltags während der folgenden Woche geben. Nicht der Mensch und seine Erholung stehen im Mittelpunkt dieses Tages, sondern der Herr. So ist der Sabbat ein Tag für den Herrn, ein Tag für Gott, ein Fest vor seinem Angesicht. Gott sonderte ihn von den übrigen Tagen ab, heiligte und segnete ihn. Er ist eine einzigartige Gabe des Schöpfers an seine Geschöpfe.

Das geistliche Ziel des Sabbats ist das Lob des Schöpfers, weil er Himmel und Erde, Sonne und Sterne, Meer und Festland, Pflanzen und Bäume, Fische und Vögel, große und kleine Tiere und als Krone der Schöpfung den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat. Jedes einzelne dieser Geschöpfe ist ein Wunder in sich selbst, voller Weisheit, feiner Ordnungen und Kräfte. Bis heute haben die Wissenschaftler nur wenige Geheimnisse des Leibes, der Seele und des Geistes eines Menschen erforscht, ganz zu schweigen vom Geheimnis des Lebens und des Lichtes. Die Schöpfung unseres Gottes ist wunderbar. Wenn aber schon seine Schöpfung herrlich ist, wieviel mehr muß der Schöpfer herrlich sein!

Als Gott seine Schöpfungsabsichten verwirklicht hatte, ruhte er. Nicht daß er müde gewesen wäre! Der Allmächtige wird nicht müde und matt, noch schläft und schlummert er. Vielmehr sah er prüfend auf sein Werk und freute sich an der großen Zahl der Herrlichkeiten, die er in seiner Güte „sehr gut“ geschaffen hatte.


4.06.2 - Die Notwendigkeit des Sabbats

Dieses Ruhen Gottes nach der Vollendung seiner Schöpfung wird uns im Sabbat nahegebracht und soll uns einen Raum zur Anbetung, zur Stille und zum Loben schenken. Diese innere und äußere Stille vor unserem Herrn ist eines der Geheimnisse abendländischer Kultur und unseres eigenen Daseins. Niemand übertritt dieses Gebot ungestraft. Völker und Systeme, die den Tag des Herrn abschaffen wollten, wie die Sowjetunion oder Konzerne im Westen, haben keine innere Ruhe mehr. Sie verloren ihre Mitte. Menschen, denen der Tag des Herrn nichts mehr bedeutet, rasen im Streß auch am freien Tag durch die Gegend und sehen nichts. Sie haben die Kraft zur Meditation verloren. Ihre Arbeitsleistung in der übrigen Woche wird geringer. Selbst Tiere brauchen einen Ruhetag. Ohne Stille vor Gott kann die Schöpfung nicht regenerieren. Deshalb ist die Heiligung des Herrentages ein Befehl Gottes, der nicht übertreten werden sollte. Übrigens steht hier nichts von einer 35-Stunden-Woche, sondern von sechs Tagen harter Arbeit. Der siebte Tag aber soll für Gott reserviert bleiben. Die Bibel weiß, daß Müßiggang aller Laster Anfang ist und normale Arbeit noch keinem Menschen geschadet hat.

Jesus legt uns nahe, auf unserem Weg durchs Leben ab und zu mal stehen zu bleiben, um etwa die Blumen auf dem Felde zu betrachten, wie sie wachsen. Wie lange braucht eine Blume, bis wir den Fortschritt im Wachstum ihrer Blätter und der Blüte bis zur Frucht sehen? Bleibe öfters mal stehen und öffne deine Augen! Erkenne die Kräfte und Gesetze der Schöpfung! Dann sehen wir dahinter den Schöpfer und seine Vatergüte. Jesus meinte weiter: Wenn wir die Herrlichkeit auch nur einer Blume in ihrer Farbe, Form und Kraft erkannt haben und sie mit der Kleidung der reichsten Menschen auf dieser Erde vergleichen, können wir begreifen, daß selbst Könige und Fürsten nicht so wundervoll gekleidet waren wie die Blumen und das Gras, das nach kurzer Zeit verdorrt. Hinzu kommt, daß der Mensch selbst schöner ist als alle Dinge. Es gibt nichts Schöneres auf Erden als das Angesicht eines Menschen, das Gottes Geist und Liebe widerspiegelt. Wir sollten unseren Lebensstil ändern, wieder reisen lernen, nicht durch die Gegend rasen, und beim Wandern von Zeit zu Zeit stehen bleiben. Dann würden wir beten und danken lernen, so daß das Lob Gottes und seine Anbetung wieder unser Leben durchdringt. Wie armselig sind doch viele Fernsehprogramme! Spiele, Mord und Sex flimmern über die Mattscheibe, wo doch die Herrlichkeit der Schöpfung im Frühjahr und Sommer, im Herbst und im Winter uns die Augen für den öffnen will, der alles geschaffen hat und alles erhält.

Indem der lebendige Herr befahl, den Sabbat zu heiligen, verlangte er, daß dieser Tag ihm allein vorbehalten werde und der Mensch sich darin übe, vor ihm zu leben. Die Heiligung des Tages des Herrn erschöpft sich aber nicht im Ausruhen, auch nicht im bloßen Hören und Lesen des Wortes Gottes. Der Mensch soll sich vielmehr seinem Schöpfer zuwenden und vor ihm stehen bleiben, so daß die Güte des Herrn ihn wie die Strahlen eines Scheinwerfers durchstrahlen, erwärmen, reinigen und heiligen kann. Dieser Tag soll uns verwandeln, erneuern und zur geistlichen Reife bringen. Gott ist heilig und will uns durch seinen Tag heiligen. Wir sollen bewußt ins Licht Gottes treten, damit wir wie Phosphorziffern nach der Lichtbestrahlung leuchten und die Herrlichkeit Gottes wiedergeben. Der Tag des Herrn muß eingehalten werden, damit seine Gnade uns heiligen kann. Ohne Stille gibt es keine Erneuerung.


4.06.3 - Vom falschen Verständnis des Sabbats

Der Sabbat hat die Juden vor einem Abgleiten in die Gottlosigkeit oder Vielgötterei der übrigen Völker bewahrt und sie auf das Kommen Christi, des Welterlösers, vorbereitet. Der Sabbat allein konnte die Juden jedoch nicht ändern, auch nicht erneuern oder vor Gottes Zorn retten. Alle Menschen sind, gemessen an Gott, mangelhaft und böse. Das Gesetz ist nicht in der Lage, den Menschen zu retten oder zu verbessern. Das strenge Einhalten des Sabbats kann den Menschen von seiner Schuld nicht befreien. Er kann uns jedoch davor bewahren, in eine völlige Gottlosigkeit abzugleiten. Wir feiern im Neuen Bund den Tag des Herrn nicht, damit Gott uns liebt, sondern weil er uns immer zugewandt ist, uns geschaffen hat, für uns sorgt und uns rettet. Deshalb lieben und ehren wir ihn. Nicht das Halten des Gesetzes durch eigene Anstrengung und gute Taten erlöst uns von unseren Sünden, sondern die Gnade Gottes ist das Geheimnis unserer Erneuerung. Wer durch das Gesetz gerecht werden will, wird durchs Gesetz gerichtet. Wer aber die Hand Christi erfaßt, wird aus seiner Verlorenheit gerettet.

Gott ruhte am siebten Tag und betrachtete alle seine Werke. Sie waren sehr gut. Die heilige Ruhe Gottes aber hörte abrupt mit der Abkehr des Menschen von ihm auf. Der Herr unterbrach seine Ruhe und arbeitet seither Tag und Nacht an der Rettung seiner verirrten Geschöpfe. „Du hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten,“ sagt er in Jes. 63,24. Und Jesus bestätigte: „Mein Vater wirket bisher und ich wirke auch“ (Joh. 5,17). Gott ist voll beschäftigt wegen uns und unseren Sünden.

Die Rettung der Menschen von der Anklage des Gesetzes und von Gottes Zorn geschah am Kreuz, als Jesus alle Verfehlungen der Menschheit auf sich nahm und unsere Strafe erlitt. Seither hat das Gesetz seine Anklagekraft verloren. Wer an Jesus glaubt, steht nicht mehr unter dem Gesetz, sondern wird durch die Versöhnungskraft des Blutes Christi gerechtgesprochen. Jesus starb real und wurde wenige Minuten vor Sabbatbeginn begraben. Er ruhte am Sabbat im Grab eines reichen Mannes und stand am ersten Tag in der folgenden Woche von den Toten auf. Damit vollendete er den Sabbat. Uns aber stiftete er mit dem Tag seiner Auferstehung das Symbol der neuen Schöpfung, die auf Gottes Gnade und Geist beruht und nicht auf Gesetz und Buchstaben aufgebaut ist.


4.06.4 - Haben Christen das Recht, den Sonntag anstelle des Sabbats zu feiern?

Juden und Sabbatisten klagen die Christen immer wieder an, sie würden das vierte Gebot brechen. Der Zorn Gottes ruhe auf ihnen, weil sie nicht den Samstag, sondern den Sonntag feiern. Hier kommt das Wort Jesu zum Tragen, daß er auch der Herr des Sabbats ist. Er hat ihn für uns erfüllt, abgeschlossen und durch eine höhere Ordnung vervollkommnet. Jesus hat bezeichnenderweise kein Gesetz erlassen, daß bestimmte Tage, Monate oder Jahre geheiligt werden sollen. Er erneuerte die Menschen. Wir sollen Gott nicht nur am Sabbat oder Feiertag dienen, sondern an jedem Tag. Jesus heiligt Personen und nicht Tage. „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen“ (Kol. 3,17 und 23). Jede Arbeit im Geiste Jesu ist Gottesdienst. Kein Tag ist seither weniger wert als der andere. Infolge unserer Rechtfertigung durch sein Blut und durch die Ausgießung seines Geistes in unsere Herzen schuf Jesus heilige Menschen, nicht heilige Zeiten. Das Ziel seines Kommens war, zu vollenden, was der Sabbat nicht vermochte, nämlich neue Menschen zu schaffen, Böse gut zu machen und Egoisten in Dienende zu verwandeln.

Die geistliche Revolution Jesu Christi umfaßt alle Lebensbereiche. Deshalb haben die Christen den Sonntag, den Tag der Auferstehung Jesu, erwählt, um an diesem Tag die Naturordnung der Ruhe des Alten Bundes zu begehen und gleichzeitig die Gnade der Neuschöpfung des Neuen Testaments zu bedenken. Jesus hat weder den Sonntag geboten noch den Sabbat verboten. Sein Ziel war es nicht, Feiertage festzulegen, sondern Sünder zu retten. Er schenkte uns an Ostern den Beginn eines neuen Zeitalters. Seither leben wir nicht mehr unter dem anklagenden Gesetz, sondern in der rettenden Gnade. Der Geist Christi in uns enthält sowohl das Gesetz wie auch die Kraft zu seiner Erfüllung. Der Sabbat blieb das Symbol des Alten Bundes, während der Sonntag zum Zeichen der Gemeinde Christi geworden ist.


4.06.5 - Wie soll die Feier des Sonntags geschehen?

Wie sollen Christen den Tag ihres Herrn heiligen? Die Liebe zu ihrem auferstandenen Retter drängt sie, außer dem täglichen Gebet und Bibellesen am Sonntag zusammenzukommen, um ihren Herrn gemeinsam zu loben, sein Heil zu preisen und in der Gemeinschaft der Heiligen zu leben. Unsere Kinder, Gäste, Mitarbeiter und selbst die Haustiere sollen Anteil haben an der Ruhe Gottes und an der Freude der Auferstehung, die jeden Sonntag erneuert wird. Die Freude der Christen liegt tiefer begründet als die Freude der Juden. Jesus sagte: „Ich will, daß meine Freude in euch bleibt und eure Freude vollkommen werde.“ Paulus schrieb: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!“ „Die Früchte des Geistes sind Liebe, Freude und Friede.“ Damit ist der Inhalt und der Geist der Sonntagsfeier, aber auch der Tenor der Werktagsarbeit und das Leben in einer christlichen Familie beschrieben und bestimmt (Joh. 15,11; 17,13; Phil 4,4; Gal. 5,22).

Dürfen wir am Sonntag arbeiten? Auch Christen sind Menschen und besitzen einen Körper, der müde wird. Sie brauchen Ruhe, Entspannung und Erholung. Sie sind normale Geschöpfe und zugleich Kinder des lebendigen Gottes. Sie stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und leben doch schon durch den Heiligen Geist im Himmel. Deshalb ist es unweise und schuldhaft, den Sieben-Tage-Rhythmus der Schöpfung Gottes zu durchbrechen und nicht zur Ruhe zu kommen. Allerdings stellt der Sonntag keinen bloßen Ruhetag zum Ausschlafen dar, sondern ist ein Lobpreistag zur Ehre Gottes, unseres Vaters. Der Tag des Herrn gehört unserem Gott. Wir meiden alle unwichtigen Arbeiten, werden aber nicht schuldig, wenn wir Not- und Liebeswerke tun. Unsere Gerechtigkeit hängt nicht am Buchstaben des Gesetzes, sondern am Opfertod Christi, der uns den Opfergedanken ins Herz pflanzte und uns zu Taten der Liebe treibt. Es bleibt jedoch ein Vorrecht für Christen, so oft wie möglich am Sonntag in Gottesdienste oder Versammlungen zu gehen, um Gottes Wort in sich aufzunehmen. Viele Menschen können nicht mehr richtig zuhören. Sie müssen das geistliche Hören neu lernen. Dazu bedarf es auch der täglichen Meditation zu Hause und in der eigenen Familie. Der Sonntag schenkt uns das gemeinsame Singen und Beten und läßt uns die Gemeinde erleben, sehen und spüren. Sie ist der geistliche Leib Christi und die Frucht seiner Auferstehung. Nicht der einzelne, sondern die Gemeinschaft der Heiligen ist das Wunder der neuen Schöpfung, die am Sonntag sichtbar werden soll.

Wohl den Gläubigen, die am Sonntag Kranke, Alte und Elende besuchen und nicht mit dem Auge an der Benzinanzeige ihres Autos hängen, ob das Benzin noch für weitere hundert Kilometer reicht oder nicht. Freude bereiten, zusammen in der Öffentlichkeit den Herrn loben, heraustreten aus den Kirchenmauern, um das ewige Leben den in Sünden Toten anzubieten, ist ein geistlicher Dienst, der den Sonntag heiligt. Jede Form der Diakonie und Mission ist eine Ehrung des Dreieinigen Gottes. Seinen Missionsbefehl können wir besonders am Sonntag erfüllen, an dem wir genügend Zeit haben. Vielleicht sollten wir Jesus neu bitten, die ersten drei Bitten des Vaterunsers in uns und durch uns, gerade am Sonntag, zu erfüllen.

Wer den Sonntag bewahrt, wird gesegnet. Viel Gnade ist jedem bereitet, der sich in die Zucht der sonntäglichen Stille begibt.


4.06.6 - Die Not der Sonntagsheiligung

Leider wird an den Wochenenden noch mehr gesündigt als an den Werktagen. Autokolonnen wälzen sich durch die Landschaft und zerstören mit ihrem Lärm und Gestank die Stille und Besinnung. Die Fernsehanstalten füllen nur wenige Prozent ihrer Sendezeiten mit Gottes Wort. Gewalttätigkeiten, Sex und Spiritismus werden dagegen immer mehr Zeit eingeräumt. Viele arbeiten am Sonntag in Haus, Hof und Garten und erledigen Arbeiten, die die Woche über liegen geblieben sind. In der Zeit des Alten Testaments stand auf der Arbeit am Sabbat die Todesstrafe. Wenn wir die Sünden sehen würden, die offen oder verborgen an einem Wochenende in unseren Städten und Dörfern getan werden, würden wir entsetzt zusammenbrechen. Nur Gottes Liebe hat die Kraft zu langer Geduld.

Haben wir vergessen, was Gott über denjenigen sagt, der seinen Tag entheiligt? Wenn wir lesen, was in 2. Mose 31,14-17 steht, begreifen wir, welches Gewicht der Herr auf die Einhaltung der Stille vor seinem Angesicht legt (4. Mose 15,32-36). Vielleicht müssen wir unseren Lebensstil ändern, so daß zum Beispiel Schüler am Sonntag keine Hausaufgaben mehr machen. In Jeremia 17,27 droht der Herr mit Feuer einer Stadt oder einem Land, das nicht den Sonntag heiligt. Toleranz ist hier nicht am Platz. Vielleicht sind Weltkriege und Katastrophen wie Tschernobyl Strafgerichte Gottes über die wachsende Mißachtung der Sonntagsruhe in aller Welt. „Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Niemand zerstört die Schutzzonen Gottes ungestraft.

Wäre Jesus nicht am Kreuz für alle gestorben, hätte er nicht auch unsere Schuld der Sonntagsentheiligung und das Gericht über unsere Verfehlung getragen, wir müßten verzweifeln. Sein Sühnetod an unserer Stelle gibt uns jedoch nicht das Recht, den Tag des Herrn zu mißachten. Jesus und seine Jünger haben stets den Sabbat geheiligt. Alles, was unser Herr tat und redete, heiligte den Namen des Vaters. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus am ersten Tag der Woche, um die Feier des Neuen Bundes mit seinen Jüngern zu begehen.


4.06.7 - Das neue Gesetzesverständnis

An einer falschen Sabbatheiligung kann man sehen, wie Gottes Gebot mißverstanden wird. Jesus wurde wegen seiner Heilungen am Sabbat und der Offenbarung seiner Gottessohnschaft zum Tode verurteilt. Die strengen Pharisäer hatten ihn gehaßt, belauert, verfolgt und mehrere Male zu töten versucht, weil sie in ihrem Gesetzesfanatismus die Liebe zu Gott und zu den Menschen verloren hatten. Sie waren äußerlich fromm, verschlossen sich aber innerlich dem Ruf zur Buße und verhärteten sich in ihrem frommen Eifer. Sie wollten ihre Gesinnung nicht ändern, Gott nicht als ihren Vater erkennen und kümmerten sich um den kranken Menschen am Sabbat nicht. Ihre Sabbatheiligung mit vielen Verboten und Regelungen hatte sich zur Heuchelei verkehrt. Jesus mußte ihnen sagen: „Dies Volk naht sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir. Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind“ (Mt. 15,8-9).

Wir erkennen bei Jesus, in seinem Kampf um die rechte Heiligung dieses Tages, daß es dabei nicht allein um Arbeit oder Nichtstun geht, sondern um die rechte Stellung des Herzens zu Gott. Paulus hat dieses Bemühen um das rechte Gesetzesverständnis weitergeführt und wurde ebenfalls verflucht, geschlagen und gesteinigt, weil er die Freiheit der Christen vom Gesetz des Alten Bundes verkündigte. Er bezeugte unsere Befreiung von der Anklage des Gesetzes, weil wir durch Christi Tod dem Gesetz gestorben sind. Es findet kein Recht und keine Macht mehr an uns. Der Heilige Geist aber hat die Ordnung der Liebe Christi in uns hineingelegt. Dieses neue Gesetz in unseren Herzen heiligt und treibt uns, den Dreieinigen Gott in Gedanken, Worten und Taten zu loben. Das Gesetz liegt seither nicht mehr als eine Last auf uns, sondern wirkt als Kraft des Heiligen Geistes in uns. Christus heiligt Menschen und nicht Tage. So lernen wir an der Auslegung und dem Verständnis des vierten Gebotes die unterschiedliche Bedeutung des Alten und Neuen Bundes verstehen.


4.06.8 - Der Freitag der Muslime

Das Verständnis des Sabbats und des Sonntags zeigt uns aber auch deutlich, wie Muslime mit der Bestimmung des Freitags zum Tag der Versammlung in keiner Weise für sich in Anspruch nehmen können, das vierte Gebot verstanden zu haben oder zu erfüllen. Mohammed hatte nach der Zurückweisung seiner Botschaft durch Juden und Christen den Schritt nach vorne getan und sich weder dem Sabbat der Juden noch dem Sonntag der Christen angeschlossen. In seinem Versuch zur Eigenprofilierung hat er die Zeichen des Alten und Neuen Testaments abgelehnt und den Freitag als Tag der Versammlung für alle Muslime bestimmt. Dieser Tag besitzt keine biblische und heilsgeschichtliche Grundlage, sondern ist aus einer Protestbewegung gegen Gott und seinen Gesalbten entstanden. Er entbehrt jeder göttlichen Legitimation.

Die Muslime nehmen sich das Recht, am Freitag – nach Teilnahme an einem erweiterten Gebetsgottesdienst – wieder zu arbeiten und Geld zu verdienen. Oft haben die Freitagsansprachen in den Moscheen politischen Charakter. Demonstrationen und Haßausbrüche der islamischen Massen sind nicht selten die Folge. Die Heiligung eines bestimmten Tages oder die Heiligung der Anbeter ist dem Muslim fremd. Allah ist so groß, daß seine Heiligkeit nur dem Namen nach bekannt ist. Damit steht der Islam, was das Verständnis dieses Gebotes angeht, weit unter dem Niveau des Alten Testaments. Von der Errettung und Erneuerung im Neuen Bund hat er keine Ahnung.

Wir aber wollen dem Auferstandenen danken, daß er sowohl am Werktag als auch am Sabbat seine Wunder getan hat, am ersten Tag der Woche auferstand und diesem Tag einen neuen Sinn gegeben hat. Möge jeder Sonntag ein Sonnentag für jede kommende Woche unseres Lebens werden, geprägt von den belebenden Worten unseres Herrn: „Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, so wie ich euch geliebt habe. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt“ (Joh. 13,34-35).

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