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Home -- German -- 09. Comparisons -- 4.08 Sixth Commandment: Do Not Murder
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09. VERGLEICHE ZWISCHEN CHRISTENHEIT UND ISLAM
Vergleiche 4 - Die Zehn Gebote

4.08 - Das sechste Gebot: Du sollst nicht töten



Du sollst nicht töten. (2. Mose 20,13)


4.08.1 - Unbegreiflich und doch wahr

Der erste Mensch – von einer Frau geboren, von seinem Vater geliebt – wurde zum rücksichtslosen Mörder an seinem einzigen Bruder. Die Bibel enthüllt schonungslos dieses entsetzliche Verbrechen und die abgrundtiefe Bosheit des menschlichen Herzens. Jeder Mensch trägt die Erbanlage zum Mörder in sich.

Der Mensch lebt seit Adam getrennt von Gott, als harter Egoist, getrieben von seinen Wünschen und Hoffnungen. Der einzelne sieht sich als Mittelpunkt und als Maßstab für andere an. Wenn ein anderer stärker, klüger, reicher, schöner oder frömmer erscheint, wird er beneidet oder gehaßt. Jeder möchte ein kleiner Gott sein, von allen bewundert und angebetet. Stolz und Hochmut sind verborgene Triebe zu Haß und Mord.

Jesus bezeichnet Satan als den „Mörder von Anfang,“ der den Menschen aus seiner Gemeinschaft mit Gott herausriß. Seither müssen alle zum Leben Bestimmten sterben. Der Tod ist der Sünde Sold. Doch Gott öffnete uns in seiner Liebe und Güte einen Weg zurück in seine Gemeinschaft. Wer die Chance der Rettung wahrnimmt, seinen Sinn ändert und Gott wieder zum Mittelpunkt seines Lebens macht, empfängt heute schon ewiges Leben. Sein Dasein bekommt einen neuen Sinn und Inhalt. Mord an einem Menschen heißt unter anderem auch, ihm die Chance zur Buße und Umkehr zu nehmen.

Es gibt unzählige Motive, einen Mitmenschen umzubringen. Jesus enthüllt uns, daß unter den argen Gedanken, die aus unserem Herzen aufsteigen, an erster Stelle Mordgedanken stehen (Mt. 15,19). Aber der heilige Gott stellt sich dem Menschen in den Weg und verbietet ihm, seine geheimen Absichten auszuführen, indem er sagt: „Du sollst nicht töten.“ Jede Art von Tötung – auch der Selbstmord – steht dem Willen Gottes entgegen und ist Sünde. Wer andere Menschen mißhandelt, verhungern läßt, sie vor Gefahren nicht warnt, gehört genauso zur Kategorie der Mörder wie jene, die andere verwunden, vergiften oder durch einen Dritten umbringen lassen. Wer einem Menschen schadet und dadurch dessen Leben verkürzt, den nennt die Bibel einen Mörder (Röm. 3,10-18). Gott macht uns für unsere Mitmenschen verantwortlich, daß wir nicht fliehen und wie Kain sagen: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“


4.08.2 - Strafe und Rache

Zur Abschreckung wurde im Alten Testament für jede Art von beabsichtigtem Mord und für Totschlag die Todesstrafe verhängt und durchgeführt (2. Mose 21,12; 14 und 28). Die meisten Menschen lebten damals in einem Sippenverband, der eine Art Lebenssicherung für sie war. Die Gefahr der Verwicklung in einen Blutrachezwang galt als der beste Schutz für den einzelnen. Das Gesetz Auge um Auge, Zahn um Zahn bemaß die Strafe nach der Verhältnismäßigkeit des Schadens. Nur wenn Stammesfürsten getötet wurden, multiplizierte sich die Rache. Lamech verlangte im Falle seines Todes die Ermordung von 77 Gegnern, ein Gesetz, das heute noch bei den Drusen im Falle der Ermordung eines ihrer Führer praktiziert wird.

Semiten sind der Auffassung, daß Blutschuld nicht vergeben werden kann. Sie kann nur durch Vergießen von Menschenblut gesühnt werden. Vergebung wäre Unrecht. Auch die kollektive Schuld von Stämmen und Völkern kann und darf nicht vergeben werden. Strafe muß sein. Der Haß geht weiter. Die Schuldgefühle beim anderen werden gezielt ausgenützt. Völkerhaß wird über Generationen gepflegt und wachgehalten. Dieses Denken ist uns im christlichen Abendland fremd geworden.

Ein Mörder ist ein elender Mensch. Seine Schuld liegt schwer auf ihm. Nicht selten verfolgen ihn im Traum oder in Gedanken die Geister derer, die er getötet hat. Ein Scharfschütze des Zweiten Weltkriegs sah bei Nacht die Totenschädel derer auf sich zurollen, die er mit einem gezielten Schuß getötet hatte. Sollte in der Welt des Islam selbst nach einer Generation ein Mörder sich wieder nach Hause wagen, muß er damit rechnen, vom inzwischen herangewachsenen Sohn des Ermordeten erschossen zu werden. Ein Mord lohnt sich nie. Doch Drohung und Furcht allein sind kein Motiv, Mordgedanken in uns auszurotten und zu überwinden, höchstens eine Bremse. Jesus hat das menschliche Herz gekannt und unser aller Todesurteil enthüllt, als er sagte: „Niemand ist gut außer Gott“ (Mt. 19,17; Mk. 10,18; Lk. 18,19). Gleichzeitig hat er unsere Blutschuld auf sich genommen und uns seinen Heiligen Geist geschenkt, der in uns eine neue Gesinnung bewirkt, so daß die Mordgedanken in unserem Herzen von der Wurzel her überwunden werden. Jesus gibt uns ein neues Herz und einen neuen Geist und macht solche Leute aus uns, die in seinen Geboten wandeln und danach tun.


4.08.3 - Das christliche Verständnis von Mord und Versöhnung

Jesus ließ uns in der Bergpredigt wissen, daß nicht nur die Tötung des Leibes Mord ist, sondern auch der Rufmord eine Form des Mords darstellt. Er ist nicht mit einer kurzen, listigen Rede beendet, sondern wirkt noch lange nach wie ein feuriger Pfeil, der im Fleisch brennt. Bösartige Verleumdungen, ersonnene Lügen, gezielte Drohungen, bitterer Hader, böser Fluch, gemeiner Verrat und beißender Spott wirken oft wie Gift und Galle. Sie vergiften zuerst das eigene Herz, aus dem sie herauskommen, und verletzen dann zutiefst den, über den sie ausgegossen werden. Jesus erklärte uns: Wer seinen Bruder ärgert oder zum Zorn aufstachelt, zum Bösen verführt oder ihn einen Dummkopf nennt, ist des göttlichen Gerichts und des höllischen Feuers schuldig (Mt. 5,21-26). Jesus hat uns alle mit diesem Urteilsspruch auf die Mörderbank gesetzt und den finsteren Abgrund unseres Herzens bloßgelegt.

Es gibt nicht nur ein Morden mit Blutvergießen oder mit Worten, es gibt auch ein Morden-Wollen im eigenen Herzen. Zorn, Neid, Unversöhnlichkeit, Haß, Rachegelüste, Unbarmherzigkeit und Grausamkeit steigen nicht nur im Erwachsenen, sondern auch schon im Kinderherzen auf. Nicht umsonst schreibt Johannes mahnend in seinem 1. Brief Kap. 3,15: „Wer seinen Bruder haßt, ist ein Totschläger.“ Wir sollten uns prüfen, ob wir einen Menschen hassen, und Gott um Überwindung dieses Hasses bitten, andernfalls nisten sich finstere Gedanken in unser Innerstes ein. Jesus verlangt von allen, die das Vaterunser beten, daß sie jedem alle seine Fehler ganz vergeben, so wie Gott alle unsere Sünden vergibt. Er will mit dieser Vergebungsbereitschaft unseren Haß löschen und mit der Entscheidung zur Vergebung den Vernichtungswillen in unseren Herzen überwinden. Vielleicht sagen wir: „Vergeben ja, aber vergessen, nein!“ Vorsicht! In diesem Falle beten wir, daß Gott uns zwar vergeben, aber unser eigenes Unrecht nie vergessen möge. Vielleicht ringen wir uns durch und sagen: Gut, ich will ihm vergeben; ich will auch sein Unrecht vergessen, aber ich will ihn nie wieder sehen. Wollen wir Gott auch nie wieder sehen? Soll er mit uns handeln, wie wir mit unserem Widersacher umgehen?

Jesus hat uns nur einen Ausweg gelassen, um Frieden zu schaffen. Er sagte: „Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel“ (Mt. 5,44-45). Erst in der göttlichen Liebe ist unser Haß überwunden. Deshalb warnt uns Jesus unmißverständlich: „Wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, wird euch euer himmlischer Vater eure Sünden auch nicht vergeben“ (Mt. 6,15).

Woher nehmen Christen eigentlich das Recht zur Vergebung? Muß Sünde nicht gesühnt werden? Schreit das begangene Unrecht nicht zum Himmel? Gewiß, keine Schuld kann ohne Sühne bleiben! Deshalb hat Jesus unser aller Schuld und unsere Strafe auf sich genommen. „Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes. 53,5). Er hat sowohl unsere eigene als auch die Schuld aller Spötter und Mörder auf sich genommen. Deshalb haben wir das Recht und die Pflicht, jedem ohne Ausnahme alles zu vergeben. Wir haben kein Recht mehr, Gerechtigkeit zu fordern. Jesus hat alle Gerechtigkeit durch sein stellvertretendes Leiden und Sterben erfüllt. Er ist unser Friede! Wer noch immer Gerechtigkeit für sich fordert, verurteilt sich selbst. Die Liebe allein ist des Gesetzes Erfüllung.

Mit Jesus ist ein neues Denken und Wollen ins Leben der Menschen gekommen. Wer ihm nachfolgt, will nicht mehr morden, Schaden verursachen oder andere Menschen hassen. Sein Stolz und Hochmut sind gebrochen. Er hat begriffen, daß durch Gewalt kein Mensch gerettet werden kann. Auch Kriege bessern Menschen und Völker nicht. Deshalb ist der neue Mensch, den Jesus schafft, der einzige Ausweg aus dem Hassen und Morden dieser Welt.


4.08.4 - Der Islam - eine Religion des Schwerts

Wer die Vergebungsgnade Jesu ergriffen hat und sein Gebot der Feindesliebe praktiziert, ist erschüttert, wenn er feststellen muß, daß der Islam einen Rückfall in das Leben unter dem Gesetz brachte, die Blutrache wieder einführte und heilige Kriege zur Ausbreitung des Islam gebot. Der Islam hat den Mord religiös sanktioniert. Sechzehnmal schreibt Mohammed im Qur’an: „Tötet sie, wo immer ihr sie findet, legt ihnen einen Hinterhalt, packt sie und laßt sie nicht laufen“ (Sure 4,89; 2,191; 4,91). Aus diesen Worten spricht nicht der Geist Jesu Christi, sondern der Geist des „Mörders von Anfang an.“

Mohammed hat seine persönlichen Feinde, einen nach dem andern, umbringen lassen. Er beteiligte sich an vielen Raubüberfällen; er ließ ein Massengrab für Juden in Medina schaufeln, denen Verrat bei der Verteidigung der Stadt vorgeworfen worden war.

Seit der Schlacht von Badr sind alle Muslims, die in einem heiligen Krieg ihre Feinde töten, durch die Worte Mohammeds gerechtfertigt (Sure 8,14-18): „Nicht ihr habt sie getötet, Allah hat sie getötet; nicht du hast auf sie geschossen, wenn du geschossen hast, sondern Allah hat in deinem Schuß auf sie geschossen.“ Diese Offenbarung Allahs an Mohammed enthält eine Generalamnestie für jede Tötung im Glaubenskrieg, mehr noch, wer im heiligen Kampf gegen Ungläubige fällt, wird ins Paradies entrückt, wo unaussprechliche Freuden und Genüsse auf ihn warten. Andererseits darf ein Muslim keinen Muslim absichtlich töten. Das wäre eine jener unvergebbaren Sünden, die der Islam festgelegt hat. Die Götzendiener und Feinde des Islam aber sind vogelfrei. Sie zu töten, ist ein gutes Werk. Es bringt ewigen Verdienst.

In der Schari'a, dem Gesetz des Islams, finden wir eine uns fremde Rechtsauffassung. Ein Blutpreis kann die Kette der gegenseitigen Morde aus Blutrache ablösen. Selbst bei Unfällen im Straßenverkehr gilt das Gesetz Auge um Auge, Zahn um Zahn, das in vielen islamischen Ländern legal oder illegal praktiziert wird. Kompromisse können nicht geschlossen werden. Das islamische Recht verlangt Sühne. Die Muslime haben weder einen Stellvertreter noch ein Lamm Gottes, das eine ewiggültige Erlösung für alle geschaffen hat. Deshalb geht Recht vor Gnade!


4.08.5 - Bergpredigt contra Religionskriege

Das Leben im Alten Bund war und ist auf göttliches Recht aufgebaut. Dieses Gesetz umfaßt alle Bereiche des Lebens, nicht nur das Zivilrecht, auch alle religiösen Ordnungen. Zur Durchführung der Strafe bei Übertretungen bedurfte es einer staatlichen Kontrollmacht. Religionskriege sind eine Konsequenz aus diesem alttestamentlichen Rechtsverständnis. Die Kreuzzüge waren ein Rückfall in die vergangene Verknüpfung von Recht und Macht. Seit Jesus Christus das Gebot der Feindesliebe predigte und praktizierte, haben solche Kriege keine göttliche Legitimation mehr. Jesus hat seine Apostel nicht mit Schwert, Pfeil und Spieß zur Weltmission ausgesandt. Er sagte vielmehr zu Petrus: „Stecke dein Schwert in die Scheide, denn wer das Schwert nimmt, wird durchs Schwert umkommen“ (Mt. 26,52). Er selbst war im Gehorsam gegen seinen Vater bereit, sich am Kreuz unschuldig töten zu lassen. Er widerstand der Versuchung, seine Feinde mit einem Engelheer zu vernichten. Der Geist Jesu Christi ist dem Geist Mohammeds diametral entgegengesetzt. Jesus predigte: „Widerstrebet nicht dem Übel, wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem biete auch die linke dar“ (Mt. 5,39). Das alte Denken mit seinem Recht auf Selbstverteidigung ist damit überwunden. Die Ohnmacht Jesu Christi am Kreuz war der einzige Weg, um Satan zu besiegen und gleichzeitig alle Forderungen des göttlichen Rechts zu stillen.

Was muß jedoch ein Christ tun, wenn er zum Militärdienst eingezogen, an modernen Waffen ausgebildet wird und eventuell sich an einem Krieg beteiligen soll? Was bedeutet dies für den Bürger einer Großmacht, und was für jemanden, der zu einer christlichen Minderheit in nichtchristlichen Ländern gehört? Gläubige Männer fanden zu verschiedenen Zeiten verschiedene Antworten auf diese schwierige Frage. Einige waren bereit, ins Gefängnis für ihre Friedensabsichten zu gehen oder als Märtyrer in der Christusnachfolge zu sterben. Andere wollen der Obrigkeit untertan sein, die Gewalt über sie hat und betrachten das Tötungsverbot als begrenzte Anweisung für ihr persönliches Leben. Sie wollen niemanden hassen und üben sich, ihre Feinde zu lieben. Sie verstehen das kommende Reich Gottes geistlich und die Reiche dieser Welt als immanente Zwänge und Notwendigkeiten, denen wir noch nicht entronnen sind. Wer immer sich dieser Frage stellen muß, möge in der persönlichen Stille vor Gott um den Weg ringen, den er gehen muß, sich jedoch in Acht nehmen, daß er andere mit entgegengesetzter Entscheidung nicht verachtet. Die Verantwortung für Volk und Vaterland ist genauso ein Gebot Gottes wie die Liebe zu unseren Feinden.


4.08.6 - Moderne Mörder

Die Bergpredigt läßt sich nur im persönlichen Leben üben und verwirklichen. Die Zeit zu ihrer politischen Durchführung scheint noch nicht reif zu sein. Wer jedoch für den Frieden und eine saubere Umwelt mit Gewalt demonstriert, hat die Bergpredigt genauso wenig verstanden wie diejenigen, die aus falschem Humanismus heraus einer Abtreibung das Wort reden und damit am größten Völkermord aller Zeiten teilhaben. Millionen von lebendigen Embryos sind im Mutterleib zerschnitten, zerstückelt und getötet worden. Viele Mütter und Väter tragen den Stachel des Mordes in ihren Herzen. Wir leben in einer Generation von Mördern und sind, mehr als wir wissen, ein Teil davon.

Auch die Zehntausende von Verkehrstoten auf unseren Straßen sind kein Zufallsprodukt der modernen Technik. Die Unfälle sind meist auf Alkoholgenuß, schnelles Fahren oder Übermüdung zurückzuführen. Hier muß man von Mord mit dem Auto sprechen und willentlich eine Änderung im Fahrstil anstreben, wenn man das sechste Gebot einhalten will.

Wir leben in einer Zeit der zunehmenden Umweltverschmutzung, der Vergiftung von Luft, Wasser und Lebensmitteln. Vielleicht können wir diese Plagen Gottes mindern, wenn wir umweltbewußt leben und uns neu auf unseren Schöpfer ausrichten. Das ist der Weg, um die Welt vor der drohenden Selbstvernichtung zu bewahren.

Eine versteckte Form von Selbstmord, die nicht auf einmal oder willentlich geschieht, ist unmäßiges Essen und Trinken. Tausende in unserer Wohlstandsgesellschaft fressen und saufen sich buchstäblich zu Tode. Mit einem ausschweifenden Leben ruinieren sie Leib, Seele und Geist. Wer darüber hinaus durch Neid und Geiz sich das eigene Leben verbittert, sich übermäßige Sorgen macht und sich seinem Gram, dem Heimweh oder depressiven Stimmungen hingibt, verkürzt sein Leben. Genauso sind Arbeitswut, mangelnde Ruhe, oder falsche Härte gegen sich selbst Mittel der Selbstzerstörung. Wer nicht regelmäßig schläft, unordentlich lebt oder ißt und trinkt, was seinem Körper nicht zuträglich ist, wird schuldig an seinem eigenen Leibe. Wir gehören uns nicht selbst, sondern Gott! Jesus lehrte uns die Selbstverleugnung, nicht die Selbstverwirklichung, als er sagte: „Wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren, wer's aber verliert um meinetwillen, der wird's finden“ (Mt. 16,25). Paulus machte deutlich: „Das Reich Gottes besteht nicht aus Essen und Trinken, sondern ist Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Röm. 14,17). Ein geordnetes Innenleben schafft auch ein geordnetes Außenleben.

Das sechste Gebot verbietet nicht nur jede Form von Mord. Es will uns vielmehr zu herzlicher Liebe für unsere Mitmenschen ermuntern und Mitleid in uns erwecken mit allen, die nach Leib, Seele und Geist in Not geraten sind. Wir sollen nicht an jenen vorbeigehen, die auf unsere Hilfe warten, sondern uns Zeit für sie nehmen und ihnen helfen, so weit es uns möglich ist. Jesus, die Mensch gewordene Liebe Gottes, hat uns vorgelebt, wie die Erfüllung dieses Gebotes praktisch aussieht. Er leitet uns durch seinen Heiligen Geist, die Liebe Gottes im Alltag weiterzugeben. Er macht aus Mördern Gotteskinder, die versuchen, auch andere zu retten und zu heilen, indem sie sie zum Arzt aller Ärzte bringen, der sie von innen her erneuert und heiligt.

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